Frettchen

Spielen

Frettchen sind ausgesprochen lebhafte und verspielte Tiere. Nicht umsonst werden sie als "kleine Kobolde" bezeichnet.
Ich stelle hier ein paar Ideen vor, wie man mit seinen Tieren spielen kann.
Aber so viel Kreativität und Zeit man auch investiert, eines wird man seinen Frettchen nie ersetzen können: ein anderes Frettchen.
Frettchen sollten daher nie alleine gehalten werden.

Frettchen beim Spielen

Ich habe schon einige Haustierarten kennen gelernt oder selbst gehalten, bei denen die Haltung von zwei oder mehreren Tieren nicht zuletzt aus tierschutzrechtlicher Sicht angeraten wird, aber bei keiner war es so offensichtlich zu beobachten was fehlen würde, wenn ein Tier in Einzelhaltung leben müsste.
Insbesondere junge, aber auch durchaus ältere Frettchen, spielen einen Großteil der Zeit, in der sie wach sind, sehr intensiv miteinander.
Sie bleiben dadurch gesund, beweglich, aufmerksam und entwickeln ein normales Verhaltensrepertoire.
Das Spielen mit Artgenossen ist durch den Menschen einfach nicht zu ersetzen.

Frettchen spielen auf verschiedene Arten miteinander. Für Raubtiere typische Spielformen sind beispielsweise Jagdspiele.
So versucht ein Frettchen das andere zu fangen oder auf es zu springen, während das zweite Frettchen davon rennt oder sich irgendwo verkriecht bzw. versteckt.
Immer wieder werden dabei die Rollen getauscht und der Gejagte zum Jäger.

Frettchen zu zweit

Frettchen beziehen auch Gegenstände in ihr Spiel mit ein: eine Decke oder ein Tunnel als Versteck für den Gejagten, veranlassen den Jäger dazu mit Spannung vor dem Eingang auszuharren. Hier kann man oft das für Frettchen typische schnelle Schwanzwedeln beobachten. Ähnlich wie Katzen zeigen sie dies u.a. bei starker Anspannung. Weniger Momente später entschließt sich der Wartende aber doch auf die Decke zu springen oder in die Röhre zu flitzen. Dann beginnt das Spiel am anderen Ende mit meist vertauschten Rollen von Neuem.

Frettchen balgen gerne miteinander. Wie viele Marderartige besitzen Frettchen recht dicke Haut, so dass sie sich dabei auch zwicken und beißen können ohne Verletzungen hervorzurufen. Bei jungen Frettchen kann es aber auch durchaus zu blutigen oder verkrusteten Stellen insbesondere im Nackenbereich kommen. Das Milchgebiss ist nämlich deutlich spitzer als die bleibenden Zähne. Im Normalfall braucht man sich aber darüber keine Sorgen zu machen und sollte erst einmal abwarten bis die Frettchen in wenigen Monaten aus diesem Alter herausgewachsen sind.
Bei nicht kastrierten Rüden oder fremden Tieren kann aber aus dem Spiel durchaus ernst werden. Kommt es zu ernsthaften Beißereien, so dass sich die Tiere von selbst nicht mehr loslassen, sollte man sie voneinander trennen. Rüden kann man für eine gemeinsame Haltung kastrieren.

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