Zimmervoliere

Frettchen schnüffelt Im Handel gibt es inzwischen sogar vereinzelt fertige Frettchenkäfige zu kaufen. Allerdings sind diese immer noch viel zu klein für Frettchen. Prinzipiell kann man sich bei der Größe des Käfigs in etwa an der einer dieser großen Vogelvolieren oder eines Kleiderschrankes orientieren, wobei der Grundsatz gilt: umso größer umso besser.
Spätestens wenn die Frettchen einziehen und das Rumwuseln kein Ende nimmt, wird man merken, dass selbst der größte Käfig noch viel zu klein zu sein scheint. Auch sind Frettchen um einiges größer als beispielsweise Meerschweinchen.

Jedoch ist es gar nicht notwendig sich nach einem teuren Fertigkäfig umzusehen. Einen Käfig selbst zu bauen ist gar nicht so schwer. Abgesehen vom Preisvorteil kann man den Käfig so auch noch perfekt an die eigenen Raumverhältnisse bzw. Möbel anpassen.
Zu beachten ist, dass der Käfig weder Gefahr laufen sollte irgendwann völlig in der prallen Sonne zu stehen, noch in direkter Zugluft.
Er sollte so stabil sein, dass ihn auch ein Mensch nicht ohne Weiteres aufbrechen kann. Frettchen sind hier relativ geschickt. Gibt es z. B. einen ausgedienten, großen Schrank, kann man diesen sehr gut umbauen.

Hierfür müssen nur die vorderen Türen mit einem im Baumarkt erhältlichen Gitter ausgestattet werden. Der Draht sollte nicht unter 1-2mm stark sein, die Machenweite 15mm nicht unterschreiten und er sollte nicht zu weich sein.
Dieser wird nun von Außen an den Türen festgenagelt bzw. getackert. Mann könnte je nach Bauart und Stabilität des Schrankes entweder größere Rechtecke aus den Türen ausschneiden oder neue Türen aus ebenfalls im Baumarkt erhältlichen Holzleisten und Scharnieren anfertigen.

Die Bodenfläche des Schrankes wird nun mit einem Stück PVC Bodenbelag ausgelegt, der ca. 10cm an den Seitenwänden hochgeführt werden sollte. Dafür muss man an der Vorderfront hinter den Türen ein etwas über 10cm hohes Brett anbringen.
Die Ecken sollten sauber verschlossen werden. Eine Abdichtung mit Silikon oder ähnlichem ist auf Grund der Vorliebe der Frettchen für gummiartige Materealien eher abzulehnen (man könnte evtl. eine Leiste aus anderem Material darüber setzen). An den Rändern sollte dieser Belag mit Leisten oder ähnlichem sehr gut befestigt sein, da die Frettchen teilweise stark daran kratzen.
Eine andere Möglichkeit für den Käfigboden wäre ihn zu fliesen.

Je nach Höhe des Käfigs werden nun ein oder mehrere Zwischenböden aus Holzbrettern angebracht. Diese könnten beispielsweise über Winkelleisen direkt mit den Außenwänden verschraubt oder wie bei Schrankbrettern auf Holzleisten an beiden Seitenwänden aufgelegt werden.
Über Löcher in den Etagenböden und Schrägen oder auch Röhren aus dem Sanitär und Baubedarf kann man diese miteinander verbinden.

Frettchen leckt sich das Maul Bewegliches Frettchen

Wichtig ist auch ein ausreichend gutes Schloss anzubringen. Schlösser mit Haken und öse können Frettchen meist nach einiger Zeit selbst öffnen.
Gut sind beispielsweise einfache Schlösser mit Schlüssel wie sie für Kellertüren benutzt werden, aber auch andere, komplizierte Mechanismen eignen sich.

Wenn man den kompletten Käfig selbst baut, hat man natürlich im Gegensatz zur Schrankvariante noch mehr Freiheit in Sachen Form und Optik. Man nimmt hierfür einfache Vierkantlatten aus dem Baumarkt (ca. 20mm mal 30mm) aus denen man ein Gerüst anfertigt (vorbohren nicht vergessen), an welches dann von außen das Drahtgeflecht angebracht wird.
Vorher sollte man sich die Lattenlängen unter Beachtung der Zugaben für die Lattenstärke möglichst genau ausmessen, damit man eine einigermaßen genaue Vorstellung über den Materialbedarf hat und sich die Latten schon im Baumarkt zuschneiden lassen kann.
Ansonsten gestaltet sich der Aufbau fast gleich wie oben bereits beschrieben (der untere Rahmen muss natürlich um den ganzen Käfig gezogen werden).

Bei allen Varianten sollte man darauf achten, dass das verwendete Holz frei von Giftstoffen und unbehandelt ist. Außerdem sollten die Türen groß genug sein, um alle Käfigecken bequem reinigen zu können, also am besten eine ganze Vorder- oder Seitenfront .

Mir ist bewusst, dass diese Anleitung etwas ungenau ist, aber ich denke, dass es das Wichtigste ist sich einfach mal ran zu trauen. Im Grunde ist es gar nicht so schwer nach selbstabgemessenen Maßen ein paar Latten zusammenzuschrauben und der freundliche Mitarbeiter im Baumarkt hat sicher auch noch ein paar Tipps zur Holzverarbeitung parat :)
Auch wenn nicht alles perfekt ist, solange die Frettchen ausreichend Platz haben und sich nirgends verletzen oder ausbrechen können, ist so ein selbstgemachter Käfig eine gute Möglichkeit seine Kleinen unterzubringen.

 
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